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12.06.2007

RheinfelsQuellen und Sinalco führen neues Logistiksystem ein

Die Getränkelogistik umfasst eine Vielzahl hochkomplexer Abläufe die - minutiös gesteuert - nur einem Ziel dienen: der Sicherstellung der Kundenzufriedenheit. Um diesem Anspruch auch künftig gerecht zu werden, haben die RheinfelsQuellen am Standort Duisburg-Walsum ein neues Logistiksystem eingeführt.

Mit zunehmender Getränkevielfalt und dem Trend hin zu Individualgebinden im Mehrwegbereich wachsen auch die Anforderungen an die Logistik bei den Produzenten und Getränkefachgroßhändlern. RheinfelsQuellen und die Deutsche Sinalco sind schon frühzeitig in die Offensive gegangen und haben ein modernes Logistiksystem implementiert, mit dem die wachsenden Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden können.

Das bisherige System mit einem papiergeführten Lager am Standort Duisburg-Walsum stieß durch die wachsende Sortimentsvielfalt sowie steigende Absatzzahlen an seine Grenzen. Bereits Anfang 2003 machten sich Olaf Kroh, Leiter Logistik und Helmut Schwarz, Geschäftsleiter Logistik der Getränkegruppe Hövelmann, erste Gedanken zu den Anforderungen an ein modernes Logistikkonzept für die Zukunft. Die Neukonzeption des staplerbedienten Boden-Blocklagers sollte Online-Lagerinformationen für Voll- und Leergut, eine Auftragssteuerung, ein Ladeplatzverwaltungssystem inklusive Staplerleitsystem sowie die Verladekontrolle umfassen. Zur Entlastung des Staplerbetriebs zu Spitzenzeiten wurde eine Vorkommissionierung für avisierte Bestellungen mit Ganz- und Teilpaletten geplant. Darüber hinaus sollte die Warenrückverfolgung bereits ausgelieferter Ware und eine Erfassung und Auswertung der Kennzahlen des Logistikbereichs möglich werden.

Zusammen mit den IT-Spezialisten der Krones AG haben RheinfelsQuellen und Sinalco zum Jahreswechsel 2004/2005 mit der Implementierung der optimierten Logistiksteuerung begonnen. Heute steuert und dokumentiert das System die Warenbereitstellung, die Lagerplätze und die LKW-Verladung.

Ein neues Hofmanagement mit LKW-Aufruftafeln und Ladeplatzsteuerung weist den ankommenden Transporteuren den Weg. Gleichzeitig ermöglicht die Software eine automatische Verteilung der Fahraufträge mit Wegeoptimierung und Prioritätensteuerung sowie ein minutiöses Reporting- und Logistikcontrolling. Neben einer schnelleren Be- und Entladung hat das System den Vorteil, dass eine systematische Leer- und Vollgutkontrolle mit permanenter Inventur stattfindet. Mit Hilfe logischer Koordinaten und des vom Stapler automatisch durchgeführten Scannens der EAN 128-Etikettierung lässt sich jede einzelne Getränkepalette im Lager identifizieren, was eine Steuerung des Warenflusses im Hinblick auf die Mindesthaltbarkeitsdaten und das FIFO-Prinzip (first in – first out) deutlich vereinfacht. Im Hinblick auf das unternehmensweite Qualitätsmanagementsystem ist auf diese Weise eine Sperrung und Quarantäne auf Palettenebene möglich. Um diesen hohen Technisierungsgrad zu erreichen, mussten rund 30 Gabelstapler mit Staplerterminals und Scannern ausgerüstet werden. Die Kommissionierwagen sind mit speziellen Etikettendruckern am Ende der Kommissionierstraße verbunden. Zur Auftragssteuerung der Produktion kommen Industrie-PCs für die Palettierung zum Einsatz. Über eine grafische Visualisierung des gesamten Lagers und der einzelnen Lagerplätze haben alle Mitarbeiter den kompletten Betriebsablauf stets im Blick.

Anhand umfangreicher Statistik- und Analysefunktionen können aktuelle und vergangene Bestandssituationen abgerufen werden und Lagerbewegungen sowie Logistikkennzahlen sind auf Knopfdruck verfügbar.

Durch die gesamte Prozessreorganisation ergeben sich hohe Einsparpotenziale: Die Standzeiten der LKW auf dem Hof reduzierten sich um durchschnittlich 20 Minuten. Darüber hinaus entfallen durch eine Schnittstelle zum ERP-System (Dogas/400) doppelte Datenerfassungen, da An-, Rück- und Auslieferungen sowie Rückmeldungen der abgewickelten Ladeaufträge automatisch an das System übergeben werden.

„Wir verwalten heute 150 Artikel, Anfang 2002 war unser Artikelbestand noch um ein Drittel geringer. Ohne eine leistungsfähige Logistik ist eine moderne und effiziente Getränkedistribution undenkbar“, erklärt Kroh die Notwendigkeit des neuen Systems. Mit den Marken Rheinfels Quelle, Römerwall, Burgwallbronn, Rheinperle sowie der Kultmarke Sinalco mit ihrer Mineralwassermarke Aquintéll, zählt die Unternehmensgruppe zu den Top-Playern des deutschen Erfrischungsgetränkemarktes. Die Marken werden sowohl für den Getränkefachgroßhandel (GFGH) und damit den Verbraucher als auch für die Gastronomie in zahlreichen Flaschenformaten und -größen, in verschiedenen Kisten sowie in Softdrink-Kegs vertrieben. Mehr als 90 Prozent des Gesamtprogramms sind als Mehrweg-Produkte verfügbar. Für die Distribution kommen Euro-, Brunnen- und Cheppaletten sowie Düsseldorfer Paletten zum Einsatz. Heute beschäftigt die Getränkegruppe Hövelmann am Standort Duisburg-Walsum rund 450 Mitarbeiter. 100 Beschäftigte in der Logistik bewältigen auf 130.000 Quadratmeter Fläche bei einer Lagerkapazität von vier Millionen Kästen (Vollgut/Leergut) pro Tag bis zu 7.500 Paletten sowie einen Gesamtabsatz von sechs Millionen Hektolitern pro Jahr.